Letzte Woche gab es in der Klasse 1b einen Projekttag zum Thema "Wie wäre es, wenn wir nichts sehen würden?". Die Klasse hat einen blinden Mitschüler und wird daher seit dem ersten Schultag mit diesem Thema konfrontiert. Um selbst zu erfahren, wie es ist, den Schulalltag blind zu meistern, sollten die Schüler verschiedene Aufgaben und Spiele mit verbundenen Augen machen. Tatkräftig dabei unterstützt wurde Frau Kober und ihre Klasse von einer Lehrkraft der Blindenschule Nikolauspflege in Stuttgart.

Was ihr Mitschüler jeden Tag leistet, konnten die Kinder der Klasse 1b erleben und stellten fest, dass es zum Beispiel gar nicht so leicht ist, den langen Schulhausgang mit verschlossenen Augen entlang zu laufen. Da war eine helfende und führende Hand sehr nützlich. Gegenstände zu ertasten und anschließend in eine Schale zu legen, klappte eigentlich ganz gut, aber alle Vorgaben von Frau Kober nur mit dem Ohr aufzunehmen, war eine ganz besondere Herausforderung. Da musste man wirklich sehr konzentriert sein! Wirklich schwierig war für viele die Auseinandersetzung mit der Blindenschrift Braille, doch die Braille Schreibmaschine einmal ausprobieren zu dürfen, war spannend.

Der Morgen machte allen großen Spaß und trug zweifelsohne dazu bei, sich zukünftig noch besser in die Lage ihres Mitschülers versetzen zu können. 

 

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